Es riestert sich nicht mehr so gut

Die richtige Altersvorsorge ist ein Thema, das jeden betrifft. Das Geld, das man in den berufstätigen Jahren verdient, will gut angelegt sein und vor allem will man als Anleger sicher gehen, dass das Geld in guten Händen ist und nicht, etwa wie vor der Finanzkrise von 2008, leichtfertig von spekulierenden Händlern verspielt wird. Die richtige Geldanlage zu finden, ob nun zur Altersvorsorge oder nicht, ist keine einfache Aufgabe, weiß Jürg Zeltner UBS Wealth Management CEO zu berichten: „Die Zahl der Anlage- und Investitionsmöglichkeiten ist bereits heute fast unüberschaubar geworden und wächst täglich an Zahl und Produktvarianten. Gleichzeitig müssen Investitions- und Anlageentscheidungen immer schneller und zeitgleich zu den jeweiligen Marktzeiten getroffen werden, und das vor dem Hintergrund einer weltweiten Verkettung von Informationen, Ereignissen und Märkten.“

Gerade die verschiedenen Möglichkeiten, die Leuten geboten werden, die auf der Suche nach der richtigen Altersvorsorge sind, sind so zahlreich, dass es schwer ist, den Überblick zu behalten. Seit etwas mehr als zehn Jahren hat beispielsweise die Idee des Riesterns Deutschland fest in der Hand. Was zu Beginn als interessante Innovation galt, stellte sich jedoch bald als gar nicht so überschaubar heraus und bot dem Anleger auch zahlreiche Nachteile. Immer wieder werden bei Riester Verträgen Neuerungen beschlossen, die sich meist in Richtung des Negativen für den zukünftigen Rentner entwickeln. Gerade zu Beginn des laufenden Jahres gab es wieder Veränderungen.

Verbraucherschützer stehen diesen Änderungen und der ganzen Idee der Riester Rente kritisch gegenüber. Die Mängel und Nachteile überwiegen. So können beispielsweise Selbstständige gar nicht in diese Form der Altersvorsorge eintreten, es sei denn sie beziehen diese über ihren angestellten Lebenspartner. Bis zum 1. Januar 2012 wurde die Riester Rente außerdem schon ab dem 60. Lebensjahr ausgezahlt. Diese Zahl hat sich nun jedoch weiter nach hinten geschoben. Wer sein Geld schon vor dem 62. Geburtstag ausgezahlt haben möchte, riskiert so, Steuervorteile und Zulagen zurückzahlen zu müssen. Hinzu kommt eine Eigenbeteiligung von 60 Euro für jeden Riester Rentner. Bisher hatte es bei dieser Regelung Ausnahmen gegeben, doch ab diesem Jahr wird die Eigenbeteiligung tatsächlich von jedem Sparer verlangt. Der Garantiezins ist dazu auch noch gesunken. Er betrug zuvor 2,25 Prozent und liegt nun bei 1,75 Prozent. Für viele Anleger werden dies genügend Gründe sein, um sich nach Alternativen bei der Altersvorsorge umzuschauen.

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