Wann lohnt sich eine Rürup-Rente für mich?

alte-handDie private Altersvorsorge ist ein zentrales Thema, das nicht nur Politik und Wirtschaft zunehmend beschäftigt. Vielmehr sind vor allem die Betroffenen verunsichert. Das Schreckgespenst der Altersarmut geht umher, zumal die gesetzliche Rente kaum ausreichen wird, um den Lebensabend angemessen zu finanzieren. Stattdessen sollen Bürger private Verträge abschließen, die mit dem Renteneintritt einen Rechtsanspruch auf Zusatzrente begründen. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder über die Rürup-Rente als mögliche Alternative diskutiert.

Die Vorteile der Rürup-Rente
Die Rürup-Rente ist unter den Experten nicht unumstritten. Selbständige, Freiberufler, Beamte sowie gut verdienende Angestellte profitieren vor allem von den steuerlichen Vorteilen, die der Vertrag mit sich bringt. Die Beiträge können bei der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden, so dass sich letztendlich die Steuerlast des Versicherten minimiert. Dadurch wird nicht nur die private Rente finanziert, sondern schließlich auch das Jahreseinkommen erhöht. Einen weiteren Vorteil bietet die flexible Beitragszahlung. Der Versicherungsnehmer kann seine Versicherungsbeiträge als Sonderzahlung, jährliche Einmalzahlung oder monatliche Beitragszahlung entrichten. Die Art der Beitragszahlung ist mithin von der individuellen Vertragsgestaltung abhängig, die vor allem Freiberuflern und Selbständigen zugutekommt, da ihre Einkommensverhältnisse variieren können. Die Rürup-Rente wird beim Renteneintritt als lebenslange Rentenleistung garantiert. Insofern können Versicherungsnehmer ihren Lebensabend ohne finanzielle Sorgen planen, zumal die Rentenauszahlung von Privatinsolvenz, Pfändung sowie Arbeitslosigkeit ausgenommen ist. Dies garantiert Planungssicherheit für den Betroffenen. Zuletzt kann die Rürup-Rente durch Zusatzverträge individuell erweitert werden. Besonders attraktiv sind die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie der Hinterbliebenenschutz. Solche Kombimodelle sind allerdings keineswegs verpflichtend, und haben insofern keinen Einfluss auf den persönlichen Rentenanspruch.

Die Nachteile der Rürup-Rente
Während der Beitragsphase garantiert die Rürup-Rente steuerliche Vorteile. Allerdings erhebt der Staat Steuerforderungen während der Rentenauszahlung. Verglichen mit den Steuerzahlungen in der Arbeitssituation ist die Steuerlast im Rentenalter vergleichsweise niedrig. Dennoch sollten derartige Abzüge bei der Lebensplanung berücksichtigt werden. Ferner wird die Rürup-Rente als lebenslange Rentenleistung gewährt. Das bedeutet, dass der Versicherungsnehmer keine Einmalzahlung verlangen kann. Verstirbt der Versicherungsnehmer frühzeitig, haben seine Hinterbliebenen keinen Anspruch auf Auszahlung ausstehender Fehlbeträge. Größere Investitionen können mit dem Versicherungsvertrag nicht kompensiert werden. Es ist insoweit empfehlenswert, die Rürup-Rente mit dem Hinterbliebenenschutz zu erweitern. Dadurch minimiert sich zwar der spätere Rentenauszahlungsbetrag, allerdings sind auch Hinterbliebene beim Tod des Versicherten bis zur Einzahlungsgrenze abgesichert. Die Rürup-Rente ist mithin ein akzeptiertes Rentenmodell, das sich allerdings nicht für alle Berufsgruppen eignet, und zudem nur durch Zusatzverträge umfassende Sicherheit gewährleistet.

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